Der Weg zur Diagnose
und warum Diagnostik sinnvoll ist
und warum Diagnostik sinnvoll ist
Der Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung entsteht häufig schrittweise – bei Eltern, bei Betroffenen selbst oder durch Hinweise aus dem Umfeld. Eine fachlich fundierte Diagnostik kann helfen, Besonderheiten besser einzuordnen und den weiteren Weg zu klären.
Je nach Alter und Lebenssituation unterscheiden sich die ersten Anlaufstellen und der Ablauf der Diagnostik. Auf dieser Seite geben wir einen Überblick darüber, wie der Weg zur Diagnose bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aussehen kann.
Wenn Entwicklungsbesonderheiten auffallen
Wenn sich ein Kind oder Jugendlicher in seiner Entwicklung ungewöhnlich zeigt, ist dies für Eltern häufig mit Unsicherheit und Sorge verbunden. Erste Ansprechpersonen sind in der Regel Kinder- und Jugendmedizinerinnen oder Allgemeinmedizinerinnen.
Bei Entwicklungsauffälligkeiten erfolgt meist eine Überweisung an spezialisierte Fachärzt*innen (Kinder- und Jugendpsychiatrie), Kliniken oder Sozialpädiatrische Zentren. Leider sind die Wartezeiten für diagnostische Abklärungen häufig sehr lang.
Kindertagesstätten und Schulen erleben Kinder und Jugendliche über viele Stunden im Alltag. Ihre Beobachtungen können eine wichtige ergänzende Grundlage im diagnostischen Prozess darstellen.
Autismus im Erwachsenenalter erkennen
Zunehmend wenden sich auch Erwachsene mit dem Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung an Fachstellen. Viele von ihnen haben bereits einen langen und oftmals belastenden Weg hinter sich, der nicht selten von anderen psychiatrischen Diagnosen begleitet war, etwa ADHS, Depressionen, Angststörungen, Essstörungen oder Zwangsstörungen.
Die Diagnostik im Erwachsenenalter erfolgt überwiegend in Kliniken mit angeschlossenen Autismusambulanzen. Auch niedergelassene Fachärzt*innen für Psychiatrie und Psychotherapie können erste Ansprechpersonen sein. Die Wartezeiten sind auch hier in der Regel sehr lang.